Das ganze Land ist im Ausnahmezustand. Natürlich auch unzählige NPOs. Überall wird Hilfe für die Wirtschaft verkündet, was zu begrüßen ist!

Aber was ist mit der Hilfe für die Non-Profit-Organisationen, wo immerhin über 3,7 Millionen hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt sind und viele systemkritische Leistungen erbracht werden. Dazu gibt es kaum Antworten.

Als Entscheidungsträger sollten Sie daher z.B. dringlich folgende Sachverhalte prüfen:

  1. Ist es notwendig Kurzarbeitergeld zu beantragen?
  2. Überprüfen Sie, ob genug Mittel aus Rücklagen zur Verfügung stehen, die nicht zweckgebunden sind.
  3. Ist es möglich Liquidität über Programme wie KfW und ERP-Kredite oder über die SAB für gGmbHs, gemUGs oder Tochterunternehmen zu bekommen?
  4. Abklären mit dem Fördermittelgeber, ob Rückzahlungsforderungen bestehen könnten, wenn aufgrund der Corona-Krise Projekte nicht wie geplant durchgeführt werden können!
  5. Abklärung der Konsequenzen mit Sponsoren für nicht durchgeführte Veranstaltungen, was ist bei Ausfall durch „höhere Gewalt“ im Sponsoringvertrag geregelt? Verzichtet der Sponsor auf Schadensersatzansprüche?
  6. Müssen Anträge zur Stundung für USt-Vorauszahlungen gestellt werden?
  7. Stiftungen müssen eventuell Grundstockvermögen angreifen, um laufende Verpflichtungen erfüllen zu können. Das sollten Sie mit der Stiftungsaufsichtsbehörde klären oder die Stiftungssatzung sieht dazu Regelungen vor.
  8. Erstellen Sie für einen Zeitraum der nächsten 8 Wochen wöchentliche Liquiditätspläne und gehen Sie vom Worst Case aus! Was für Möglichkeiten haben Sie, weggefallene Einnahmen zu kompensieren? Kann Ihnen eine befreundete andere gemeinnützige Organisation helfen?
  9. Welche Ehrenamtliche stehen eventuell jetzt am ganzen Tag zur Verfügung, um weitere Ressourcen zu erschließen?
  10. Haben Sie selber Zahlungsverpflichtungen an andere NPOs, sind diese rechtlich verbindlich?

Wer Fragen hat: IQ ist für Euch da!

Jens Kesseler